Die neueste Generation der Pflanzennährmittel sind angekommen !!

Algen im Aquarium

Posted by wodoo 01/11/2018 0 Comment(s)

Jeder, der ein Aquarium besitzt, kennt sie: Algen finden sich früher oder später in jedem Becken. Während es sich bei einigen Algenarten, wie etwa der Grünalge, um geduldete oder sogar gern gesehene Gäste handelt, treiben andere so manchen Aquarianer zur Verzweiflung – besonders, wenn sie sich hartnäckig verbreiten, Scheiben und Dekorationsgegenstände überwuchern oder sogar das Pflanzenwachstum beeinträchtigen. Mit ein wenig Hintergrundwissen ist es aber gar nicht so schwierig, die Ursachen für ein vermehrtes Algenwachstum zu erkennen und abzustellen. Einige wichtige Hinweise zur Algenbekämpfung und -vorbeugung möchten wir Ihnen in diesem Beitrag geben.

 


 

 

Folgende Algenarten können im Aquarium auftreten:

  • Grünalgen (Fadenalgen, Punktalgen, Schwebealgen, Haaralgen, …)
  • Rotalgen (Pinselalgen, Bartalgen)
  • Braunalgen (Kieselalgen)
  • Blaualgen (Schmiera )

 

 

 

 

 

Wasserqualität und Nährstoffangebot


Die Wasserqualität, insbesondere der Nährstoffgehalt, ist von großer Bedeutung, was das Wachstum von Algen genauso wie von Aquarienpflanzen angeht. Vermehren sich Algen plötzlich rasant, ist das in der Regel ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Aquarium. Sie sollten auf die Suche nach möglichen Ursachen gehen. Mithilfe von Wassertests, die Sie im Fachhandel, meist als Tröpfchentests, erwerben können, lassen sich relevante Wasserwerte leicht bestimmen. Viele Aquaristikhändler bieten aber auch, häufig kostenlos, manchmal gegen einen geringen Betrag, eine Bestimmung der wichtigsten Wasserwerte an. Während sehr anspruchslose Pflanzen sich bereits von den Stoffen gut ernähren können, die Fische oder Bakterien im Becken produzieren, benötigen viele Aquarienpflanzen Dünger, den sie über die Wurzeln aus dem Bodengrund oder über die Blätter aus dem Wasser aufnehmen. Zu den wichtigsten Nährstoffen für Pflanzen gehören neben CO2 Stickstoff (N), Phosphor ℗, Eisen (Fe) und Mangan (Mn). Aber auch Mikronährstoffe wie Kupfer, Zink, Molybdän und Borat, die in speziellen Düngern enthalten sind, brauchen anspruchsvolle Wasserpflanzen für ein gesundes Wachstum.

 

 

 


 

 

 


 


 

Algenart Aussehen Ursache für Ausbreitung Bekämpfung
Grünalgen (Fadenalgen) Einzelne grüne Fäden, die bis zu einem halben Meter lang werden können Zu wenig CO2, zu wenig NO3 Mechanisch entfernen, CO2-Düngung, Nährstoffangebot verbessern, schnellwachsende Pflanzen und / oder Algenfresser einsetzen
Grünalgen (Punktalgen) Grüne Punkte auf Aquarienscheiben und Pflanzen Zu wenig CO2, zu wenig Phosphat Aquarienscheibe reinigen, Ausbreitung beobachten, Wasserwerte überprüfen, ggf. düngen
Bartalgen Dunkelgraue krause Strukturen, die Barthaaren ähneln und rund zehn Zentimeter lang werden Zu wenig CO2, hohe Ammoniumwerte CO2-Düngung, Wasserqualität verbessern, Algenfresser einsetzen
Pinselalgen Graue, schwarze manchmal auch graugrüne „Pinsel“, die auf Blatträndern oder Dekorations- gegenständen sitzen Zu wenig CO2, starker Fischbesatz, belastetes Wasser, Eisenmangel, niemals Pflanzen oder Dekoration aus anderen Aquarien mit Pinselalgen einsetzen CO2-Düngung, Dekorationsgegenstände abkochen oder mit Salz einreiben, befallene Blätter regelmäßig entfernen, schnellwachsende Pflanzen einsetzen, wöchentlich 50 % Wasser wechseln, Eisendünger verwenden
Kieselalgen Braune Beläge auf Pflanzen und Oberflächen, lassen sich leicht abwischen Zu wenig Licht, ungünstige Wasserwerte nach der Neueinrichtung “Algenphase” Beleuchtung verstärken, schnellwachsende Pflanzen und / oder Algenfresser einsetzen, bei Neueinrichtung: warten, bis das Becken „eingefahren“ ist
Blaualgen Schmierige, dunkelgrüne bis bläulich-schwarze Beläge auf Pflanzen, Dekoration und Bodengrund Es liegt ein Nährstoffungleichgewicht vor Mechanische Entfernung, Dunkelkur, Wasserwechselintervalle verkürzen, dabei soviele Blaualgen wie möglich entfernen
Rotalgen Kommen im Aquarium als Bartalgen oder Pinselalgen vor s. o. s. o.

 

 

 


 

 

 

Der Mythos des algenfreien Aquariums

 


Aus den dargelegten Gründen sollte man sich klar machen, dass Algen in einem Aquarium einfach dazu gehören. Absolut algenfreie Aquarien gibt es einfach nicht, selbst wenn sie noch so erstklassig gepflegt werden. Natürlich existieren Becken, die optisch nahezu frei von sichtbaren Algen sind, dennoch sind diese in allerkleinster Form (teilweise als Einzeller) vor allem im sogenannten Biofilm vertreten. Dies ist ein Belag auf sämtlichen Oberflächen im Aquarium, der neben Algen noch andere diverse Mikroorganismen beinhaltet. Dies ist nichts Negatives, sondern in der Tat sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in einem Aquarium. Außerdem dient der Biofilm vielen aufwuchsfressenden Tieren als Nahrung.
Ebenso sollte einem bewusst sein, dass es vor allem in der noch instabilen Einfahrphase nach einer Neueinrichtung verstärkt zu einer Algenbildung kommt. Es ist durchaus als normal anzusehen, dass ein neues Aquarium erst eine Kieselalgenphase durchläuft, die dann anschließend von einer Grünalgenphase abgelöst wird. Auf lange Sicht ist ein Aquarium ohne sichtbare Algen aber durchaus realisierbar, selbst für einen Anfänger in der Pflanzenaquaristik. Man sollte dazu nur auf gewisse Eckpunkte achten und die Ursachen für die Entstehung von Algenwachstum kennen.